• Zu sehen ist die Eröffnung der Messe mit dem baden-württembergischen Sozialminister Manne Lucha, der BAGSO-Vorsitzenden Dr. Regina Görner, Bundesseniorenministerin Lisa Paus und dem Mannheimer Oberbürgermeister Christian Specht.
    Eröffnung der Messe mit dem baden-württembergischen Sozialminister Manne Lucha, der BAGSO-Vorsitzenden Dr. Regina Görner, Bundesseniorenministerin Lisa Paus und dem Mannheimer Oberbürgermeister Christian Specht.

14. Deutscher Seniorentag

Ältere stärken die Gesellschaft

Bundesseniorenministerin Lisa Paus hat am 2. April gemeinsam mit der Vorsitzenden der BAGSO, Dr. Regina Görner, den 14. Deutschen Seniorentag eröffnet. Bundeskanzler Olaf Scholz sprach am Nachmittag.

Scholz nannte es „zuallererst ein großes Geschenk, dass wir in unserem Land die Möglichkeit haben, so gut zu altern. Darauf dürfen wir stolz sein.“ Als Schirmherr der Veranstaltung dankte er in seiner Ansprache den Älteren für ihre Lebensleistung, die dazu geführt habe, dass Deutschland heute fest in ein System westlicher Demokratien eingebunden sei. Der scheidende Bundeskanzler begrüßte, dass im Rahmen der aktuellen Koalitionsverhandlungen eine Garantie für ein stabiles Rentenniveau abgegeben worden sei, gab aber auch zu bedenken, dass in Hinblick auf die Pflegeversicherung „noch nicht alle Probleme gelöst sind.“

Paus: „Die ältere Generation ist heute so vielfältig wie nie“

„Ältere Menschen sind das Fundament unserer Gesellschaft“, sagte Lisa Paus in ihrer Eröffnungsrede in Mannheimer Congress Center Rosengarten vor etwa 2.000 Gästen: „Ihre Erfahrung, ihre Geschichten und ihr unermüdliches Engagement – oft bis ins hohe Alter – prägen das Land, in dem wir heute leben. Die ältere Generation ist heute so vielfältig wie nie. Realität ist aber auch: Heute sind mehr Menschen von Altersarmut bedroht als vor zehn Jahren.“ Die Ministerin erinnerte daran, dass Altersarmut oft weiblich ist. Die Bedeutung der Politik für ältere Menschen werde angesichts unserer Gesellschaft des langen Lebens weiter steigen. „Ob es um Arbeit, Gesundheit, Wohnen oder Einsamkeit geht – es kommt auf uns alle an, Menschen in Deutschland ein selbstbestimmtes und eigenständiges Leben bis ins hohe Alter zu ermöglichen.“

Görner: „Das Leben spielt vor Ort“

Die Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) Dr. Regina Görner ging in ihrer Rede auf das Motto des Seniorentages „Worauf es ankommt“ ein: „Je größer die Herausforderungen sind, umso wichtiger ist es, sich auf das Wesentliche zu besinnen.“ Mit Blick auf die vielen Angebote für Seniorinnen und Senioren sagte sie: „Das Leben spielt vor Ort und deshalb ist es wichtig, dass wir da hingehen.“ Gleichzeitig forderte sie, Kontinuität in die Projekte der Kommunen zu bringen.

In seinem Grußwort betonte der Mannheimer Oberbürgermeister Christian Specht, dass mit dem Lebensalter und der Erfahrung auch die Resilienz steige. „Es lohnt sich, die Älteren teilhaben zu lassen, denn das macht uns alle resilienter.“ Und der Minister für Soziales, Gesundheit und Integration des Landes Baden- Württemberg, Manne Lucha, forderte „aus Betroffenen Beteiligte zu machen“ und niemanden darauf zu reduzieren, dass er alt, krank und pflegebedürftig ist.

Klitzing: „Der Seniorentag zeigt die Vielfalt des Engagements“

Dr. Horst Günther Klitzing, Vorsitzender der dbb bundesseniorenvertretung sagte am Rande der Eröffnungsveranstaltung: „Der Seniorentag zeigt die Vielfalt des Engagements Älterer in unserer Gesellschaft.“ Klitzing forderte eine deutlichere Wertschätzung für diese Beteiligung ein. „Von der neuen Bundesregierung erwarte ich auch, dass sie nachdrücklicher für die Belange der Seniorinnen und Senioren eintritt.“ Der Seniorentag präsentiere ganz unterschiedliche Angebote, die Ältere dabei unterstützen, das Ziel eines guten, gesunden Alterns zu erreichen.

Die dbb bundesseniorenvertretung ist mit einem eigenen Stand auf der Messe vertreten und hat darüber hinaus einen Vortrag organisiert. Unter dem Titel „Gesundheitsvorsorge mit KI – Chancen und Herausforderungen“ zeigte Prof. Dr. Cord Spreckelsen, Medizininformatiker am Institut für Medizinische Statistik, Informatik und Datenwissenschaften an der Universitätsklinik Jena, an zahlreichen Beispielen, wie Künstliche Intelligenz (KI) bereits hilft, Gesundheitsvorsorge und medizinische Diagnostik zu verbessern. Zudem entlastet sie medizinisches Personal bei Dokumentations- und organisatorischen Aufgaben.

Hintergrund: Auf dem 14. Deutschen Seniorentag diskutieren Politik, Verbände und Gesellschaft werden aktuelle Fragen der Seniorenarbeit und Seniorenpolitik. Unter dem Motto „Worauf es ankommt“ präsentieren rund 180 Aussteller aus ganz Deutschland Angebote für ältere Menschen. In den 120 Veranstaltungen geht es um die großen Fragen des Älterwerdens. Die BAGSO als Ausrichterin erwartet bis zum 04. April 2025 rund 15.000 Besucherinnen und Besucher.

 

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